2-tägige Exkursion zu Leerstand und Wohnen

Leerstände revitalisieren und Wohnraum schaffen – oberfränkische Vertreter besuchen verschiedene Projekte vor Ort

Die Exkursion des Demographie-Kompetenzzentrums Oberfranken am 14. und 15.05.2019 stand ganz im Zeichen des Themas Leerstand. An zwei spannenden Tagen besuchten 34 interessierte kommunale Vertreter aus ganz Oberfranken Best-Practice-Beispiele aus Ober- und Unterfranken.

Die Rundreise führte zu verschiedenen Stationen, die eindrucksvoll zeigten, auf welch unterschiedliche Weise dem Thema Leerstand begegnet werden kann.

Gemeinde und Stadt im Fokus
Zum Start in Kronach stellte Frau Ulrike Maier verschiedene Ansätze und vielfältige Praxisbeispiele aus der Arbeit des Städtebaus der Regierung von Oberfranken vor. Jana-Lisa Kirsch, Regionalmanagerin Region Bayreuth, und Fabian Höhne, Leerstandsmanager des Landkreises Hof, stellten das 2019 ins Leben gerufene landkreis- und städteübergreifende Leerstandsmanagement der Regionen Bayreuth, Hof und Wunsiedel vor. Mit einem Bündel von Maßnahmen, wie einer Sanierungs-Beratung, einer gemeinsamen Immobilienbörse und einem digitalen Förderratgeber u.v.m. stehen sie Kommunen und Privatpersonen zur Seite.
Die Revitalisierung von mehr als 200 Leerständen – das ist die bisherige Bilanz der unterfränkischen Gemeindeallianz Hofheimer Land e.V. Hier agiert man nach dem Motto „Innen vor außen“ und zeigte den Teilnehmern deutlich, wie Gemeinden und die Bevölkerung von der Stärkung der Ortskerne profitieren können. Wolfgang Borst, 1. Bürgermeister der Gemeinde Hofheim und Vorsitzender der Hofheimer Allianz, stellte die verschiedenen Vorgehensweisen vor, die der Allianz diesen Erfolg ermöglichen. Dieter Möhring, 1. Bürgermeister Gemeinde Aidhausen, sprach konkrete Projekte seiner Mitgliedsgemeinde nicht nur in Bild an, sondern stellte sie auch durch eine kleine Tour vor Ort vor.
Zweite Station am ersten Exkursionstag war die unterfränkische Industriestadt Schweinfurt. Das „Schweinfurter Modell“ gilt mittlerweile als Leuchtturmprojekt im Bereich des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes. Vorher-nachher-Bilder und eine Stadtführung verdeutlichten eindrucksvoll, wie bauliche Schmuckstücke saniert wurden und wie diese das Stadtbild wieder zu einem stimmigen Ensemble zusammenfügen und zugleich zur Belebung des Zentrums beitragen. Vor Ort standen Ralf Brettin, Baureferent der Stadt Schweinfurt, sowie Richard Riegler, Leiter der Sanierungsstelle, Stadt Schweinfurt, den Teilnehmern Rede und Antwort.

Investoren und Privatpersonen können aktiv werden
(Privat)wirtschaftliche Projekte standen am zweiten Exkursionstag im Fokus. Mit dem Projekt „Flexi-Wohnen“ entstand in Coburg eine moderne Wohnanlage der RAAB Baugesellschaft mbH & Co. KG, die es Berufstätigen, Azubis oder Studenten, ermöglicht, ein Zuhause auf Zeit zu finden. Die mögliche Mietdauer reicht von wenigen Wochen bis hin zu mehreren Jahren. Die Auslastungszahl von 100% und eine Warteliste bestätigen die hohe Nachfrage und Akzeptanz dieser innovativen Form des Wohnens.
Auch Privatpersonen können gemeinsam Wohnraum schaffen. Unter dem Slogan „Wohnen, wie es uns gefällt“ gründete sich die Projekt Hausland GbR im Coburger Stadtteil Scheuerfeld. Diese möchte gemeinsam mit ihren Mitgliedern ein leerstehendes landwirtschaftliches Areal mit Mehrgenerationen-Wohneinheiten und einem Nachbarschaftstreff wiederbeleben. Ziel ist es Alleinstehenden, Alleinerziehenden, Familien mit Kindern, älteren Menschen und Personen mit Handicap eine attraktive Wohnform zu bieten.

 
 

Und das sagen die Medien:

 
 

"Warum die Stadt leer stehende Häuser kauft und verkauft"

"Überraschungsgast Barbara Stamm"

 
 

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Das Demographie-Kompetenzzentrum Oberfranken ist ein Projekt der Entwicklungsagentur Oberfranken Offensiv e.V., das vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat gefördert wird. Seine Aufgabe ist es, dem demographischen Wandel in Oberfranken lösungsorientiert und zukunftsgerichtet zu begegnen.

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